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Unternehmensgeschichte
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Unternehmensgeschichte der LUWOGE

Ein kurzer historischer Überblick

1918 - 1926: Unternehmensgründung

Die Wohnungsnot nach dem ersten Weltkrieg betrifft auch Werkangehörige. Am 25. Mai 1926 wird durch die BASF Aktiengesellschaft die „Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft für Werkangehörige (GEWOGE) gegründet. Große Industrieunternehmen betrachten es als ihre Aufgabe, Mitarbeitern Wohnraum unweit ihres Arbeitsplatzes zur Verfügung zu stellen. Neben dem Ziel, Mitarbeitern preisgünstigen Wohnraum zu bieten, gelingt es der BASF damit auch, die Verbundenheit der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen zu stärken. 1926 verfügt die BASF über rund 2.000 Wohnungen. Unmittelbar vor den Werkstoren der BASF entsteht das erste Arbeiterviertel, das Brunckviertel.

1926 - 1945: Siedlungen entstehen

Der Traum vom Eigenheim wird zum ersten Mal mit der Gründung der GESIEGE (Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft) im Jahr 1933 wahr. Es entstehen sogenannte Kleinsiedlungen. Durch die Landbeigabe kann der Siedler sein Haushaltsgeld durch Obst- und Gemüseanbau sowie Kleintierhaltung aufbessern. Die Haushaltsersparnis dient gleichzeitig zum Ausgleich für Zins- und Tilgungszahlungen. Für eigene Bauleistungen an den Häusern werden die Siedler zeitweilig beurlaubt. Außerdem unterstützt die GESIEGE die Siedler, indem sie beispielsweise die Kosten für die Bauleitung übernimmt oder die Darlehen niedrig verzinst. Insgesamt entstehen rund 1.500 Baueinheiten. 1940 wird die GESIEGE in die GEWOGE integriert. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges errichtet die Wohnbaugesellschaft zudem 1.200 weitere Mietwohnungen.

 

1945 - 1952: Wiederaufbau

Nachdem im Zweiten Weltkrieg etwa die Hälfte des Wohnungsbestandes der GEWOGE zerstört wird, beginnt die Phase des Wiederaufbaus. Aufgrund immer neuer Beschädigungen, Arbeitskräftemangel und Baumaterialknappheit muss die GEWOGE viel improvisieren. Doch bis Ende 1952 sind alle Wohnungen wieder aufgebaut. Das Wohnungsunternehmen widmet sich nun verstärkt dem Neubau. Bereits jeder vierte BASF-Mitarbeiter wohnt jetzt schon in einer werkgeförderten Wohnung.

 

1952 - 1975: Der Wohnungsbau boomt

Mit dem Wirtschaftswunder steigt auch der Bedarf nach neuen Wohnungen. Die GEWOGE baut verstärkt neue Miet- und Eigentumswohnungen. Im Jahre 1962 wird die GEWOGE, die seit 1950 unter der Kontrolle der Alliierten steht, wirtschaftlich selbstständig. In dieser Zeit entstehen unter anderem die Carl-Bosch-Siedlung und die Froschlache. Fünf Jahre später übernimmt die neu gegründete LUWOGE den Bau von Mietwohnungen.

1975 bis heute: Zukunftsweisende Konzepte

Mit der Modernisierung ihres Bestands schafft die LUWOGE heute ein attraktives und zeitgemäßes Wohnangebot. Mit innovativen Konzepten und sozialverträglichem Handeln trägt das Unternehmen zur nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung im Bereich Wohnen und Leben bei. In den vergangenen Jahren sind so verschiedene Vorzeigeprojekte entstanden: Beispielsweise hat die LUWOGE in Sachen Energieeffizienz mit der Modernisierung einer ganzen Werkssiedlung und dem ersten 3-Liter-Haus im Bestand eine Vorreiterrolle eingenommen. Ein Zukunftskonzept zum Thema demografischer Wandel hat das Wohnungsunternehmen mit dem Mehrgenerationenhaus "Haus Noah" geschaffen. Zudem hat die LUWOGE 1997 das Programm zur Einzelprivatisierung "Eigentum statt Miete - Mieter werden Eigenümer" ins Leben gerufen. Bis heute führt sie dieses erfolgreich fort und trägt somit zur Stabilisierung und dem Werterhalt der verschiedenen Stadtteile bei.

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